aquastyle - moderne aquaristik

MODERNE AQUARISTIK

FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM ERFOLGREICHEN EINSTIEG

Aquarium  Vorwort

Aquariengrösse  Macht ein Aquarium viel Arbeit ?

Aquarienplanung  Was muss ich bei der Planung beachten ?

Naturaquarien  Wie groß muss das Becken sein ?

Aquarienpreise  Wie teuer muss das Aquarium sein ?

Aquarienstandort  Wo darf das Becken stehen ?

Aquarientechnik  Welche Technik wird benötigt ?

Urlaub mit Aquarien  Kann ich beruhigt in den Urlaub fahren ?

Aquarieneinrichtung  Wie richte ich mein Becken ein ?

Zierfische im Aquarium  Wann kann ich die Fische einsetzen ?

Aquarienfische und Aquarienpflanzen  Welche Fische und Pflanzen passen zusammen ?

Zierfischfutter  Welches Futter für welchen Fisch ?

Wasserpflanzen und Düngung im Aquarium  Warum wachsen meine Pflanzen nicht ?

Aquarienfilter  Wie oft muss der Filter gesäubert werden ?

Wasserwechsel im Aquarium  Wann muss das Wasser gewechselt werden ?

Fischkrankheiten  Was tun, wenn die Fische krank werden ?

Zierfischzucht  Wann vermehren sich meine Fische ?

Zierfischzucht  Wie verbinden sich Aquaristik und Feng Shui ?

 

Bücher über Aquaristik  Buchtipps und weiterführende Links

 

Mit freundlicher Unterstützung vom:
Sea-Life

Vorwort
Sie spielen mit dem Gedanken, sich ein Aquarium zuzulegen ? Herzlichen Glückwunsch !
Die Aquaristik ist eines der schönsten und befriedeigensten Hobbys, denen man sich widmen kann.

Ein perfekt eingerichtetes Aquarium bereichert jede Wohnung um ein Stück beeindruckende Natur,
es verbessert nicht nur das Raumklima und säubert die Luft, vor allem verleiht es dem Zuhause eine angenehm geheimnisvolle Atmosphäre, die anders kaum zu erschaffen ist.

Aquarien sind "in" - und deshalb möchten wir Ihnen auf dieser Seite alle Fragen beantworten, die sich dem "frischen" Aquarianer bei der Einrichtung des ersten Beckens stellen. Wenn Sie alle unsere Ratschläge beachten, sollten Ihnen die größten Enttäuschungen weitgehend erspart bleiben - die kleinen gehören jedoch durchaus zum Einstieg in das Hobby - von Ihnen bleibt fast niemand verschont und sie sollten deshalb auf keinen Fall zur vorzeitigen Aufgabe führen.

Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, so stellen Sie sie uns bitte per Email - sollten wir sie beantworten können, wird sie hier aufgenommen. So soll hier im Laufe der Zeit das umfassenste Informationsarchiv für den Aquarianer entstehen. Machen Sie mit !

Alle unsere Fragen beziehen sich übrigens ausschließlich auf Süßwasserbecken. Salzwasseraquarien bedürfen weitergehender Auseinandersetzungen mit der Wasserchemie, die den Rahmen dieser Seite vorerst noch sprengen würden. Wir möchten versuchen, Ihre Fragen so verständlich und "unwissenschaftlich" wie möglich zu beantworten um Sie nicht schon am Beginn zu verschrecken und verweisen fortgeschrittene Leser ausdrücklich auf weiterführende Literatur.
Durch "Anklicken" der
grünen Begriffe innerhalb des Textes gelangen Sie an näher erklärende Textstellen oder auf die Seiten eines von uns favorisierten Anbieters des jeweiligen Produktes.

Sie können diese Seiten auch als PDF-Datei laden und anschließend ausdrucken - Sie halten dann irgendwann eines der umfangreichsten Bücher über die Grundlagen der Aquaristik in den Händen !

 

aquastyle-aquarienkunde

 

Macht ein Aquarium viel Arbeit ? 
Eindeutig Nein ! Wenn Sie ein paar grundlegende Dinge beachten, sind Zierfische und Wasserpflanzen die Hausgenossen, die den geringsten Pflegeaufwand erfordern - weniger als Hunde, Katzen, Vögel und andere Warmblüter. Aber bitte seien Sie sich trotzdem darüber bewusst, dass Sie auch für Fische und Pflanzen Verantwortung tragen. Diese haben ein Recht darauf, in einer möglichst natürlichen, ihren Ansprüchen gemäßen Umgebung zu leben und "leiden" unter schlechter oder falscher Wasserqualität, Überbesatz oder falschem Futter.
Vergessen Sie das bitte nie !
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Was muss ich bei der Planung beachten ?
Vor der grundsätzlichen Planung Ihres Beckens sollten Sie sich über die Beschaffenheit Ihres Leitungswassers informieren, denn nur wenn dessen Zusammensetzung für die Art Ihres Aquariums geeignet ist, haben Sie langfristig Erfolg und brauchen das Wasser nicht umständlich nachträglich aufzubereiten.
Wir haben in Deutschland das große Glück, dass aus unseren Leitungen überall (noch!) Wasser von
ausgezeichneter Qualität fließt - es gibt jedoch zwei Parameter, die für den späteren Besatz von größter Wichtigkeit sind: Die Wasserhärte und der ph-Wert.
Bitte erfragen Sie beide Werte bei Ihrem zuständigen Wasserwerk oder machen Sie sich den Spaß und messen Sie sie mit im Handel erhältlichen
Test-Kits selbst.

Und nun kommt's: Beträgt der Härtegrad Ihres Leitungswassers zwischen ca. 3 und 6 und der ph-Wert zwischen 6 und 7,5 ist des Wasser für die meisten Pflanzen und Fische geeignet. In Wasser mit höheren Härtegraden und höheren ph-Werten (Man kann laienhaft auch von "kalkhaltigem" Wasser sprechen) gedeihen die meisten Pflanzen nur schlecht und es sollte auch für die meisten Fische aus dem Südamerikanischen Raum künstlich "weicher" gemacht werden.
In diesen Fällen raten wir, auf Pflanzen zu verzichten und z.B. die überaus interessanten und hübschen
Buntbarsche aus dem Ostafrikanischen Raum zu pflegen.
So ein "Barschbecken" hat seinen ganz besonderen Reiz - wer diese lebhaften und robusten Gesellen einmal gepflegt hat, möchte nie mehr auf sie verzichten.
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Wie groß muss das Becken sein ? 
Kurz und klar: So groß wie möglich !  Da sich die Wasserwerte und  in großen Becken viel allmählicher ändern, sind diese Becken unproblematischer als kleine. Fangen Sie nicht unter 100, besser 200-300 Litern an. Auch wenn Ihnen das jetzt am Anfang "übertrieben" erscheint - Sie werden viel weniger Probleme haben als mit kleinen, sensiblen Becken. Achten Sie darauf, dass das Aquarium möglichst tief und nicht allzu hoch ist. In Anbetracht einer guten Sauerstoffanreicherung sollte das Verhältnis von Oberfläche zu Wasserstandshöhe beachtet werden. [nach oben]

Wie teuer muss das Aquarium sein ?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Den Großteil des Preises eines handelsüblichen Aquariums wird meist gar nicht durch das Becken selbst, sondern durch Unterschrank, Abdeckung mit Beleuchtung und das weitere Zubehör verursacht. Glücklich kann deshalb der sein, der ein großes stabiles (!) Möbelstück - etwa eine Anrichte - besitzt, auf die er das Becken stellen kann. Sie können sich auch eine Stellfläche aus Betonsteinen oder Ziegeln bauen. Achten Sie jedoch immer darauf, dass das Becken plan steht und zwischen Aquarium und Stellfläche eine Schaumstoff- oder Styropormatte liegt. Denken Sie daran, dass in dem Unterschrank evtl. Filter oder andere Utensilien untergebracht werden und deshalb vorher Durchführungen für Kabel und Schläuche in die Rückwand gebohrt werden müssen.
Die Verklebungen des Becken sollten einen möglichst soliden Eindruck machen. Schließen Sie jedoch trotzdem einen zusätzlichen Schutz gegen Wasseraustritt innerhalb Ihrer Hausratversicherung ab - man fährt dann beruhigter in den Urlaub und das Ganze kostet nur wenig mehr.
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Wo darf das Becken stehen ?
Das Wichtigste zuerst: Sie können sich einen ganz großen Gefallen tun, wenn Sie Ihr Aquarium möglichst in die Nähe eines Wasser -Zu und -Ablaufes platzieren. Sie können dann nämlich bei einem turnusmäßigen Teilwasserwechsel einfach Schläuche in der nötigen Länge benutzen und müssen nicht Eimer durch die Wohnung tragen.
Das Becken sollte zu keiner Tageszeit von der Sonne beschienen werden - das Thema "Algen" wird Sie noch oft genug beschäftigen ! Ansonsten sind Ihrer Fantasie und Ihren raumgestalterischen Fähigkeiten kaum Grenzen gesetzt. Sehr schön wirken z.B. Becken als Raumteiler und spezielle Eckaquarien !
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Welche Technik wird benötigt ?
Zunächst einmal ein ausreichend dimensionierter Filter. Es gibt sowohl gute Außen- und Innen- als auch Bodengrundfilter. Alle dienen übrigens vornehmlich nicht der Reinigung des Wassers von Schmutz, sondern zur Entfernung von Endprodukten des Stoffwechsels der Fische durch langsames Durchfließen des Wassers durch poröse Materialien, in denen sich nach einiger Zeit für die Reinigung nützliche Bakterien angesiedelt haben. Klug ist, einen Innen- mit einem Außenfilter zu kombinieren. So hat nach einer turnusmäßigen Reinigung ein Filter immer die volle Leistung.
Wichtig ist ein
Heizer. Es werden Stab- Bodengrund- und in das Filtersystem integrierte Heizsysteme angeboten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Wir empfehlen einen guten, auf die Literzahl genau abgestimmten Stabheizer.
In die Abdeckung des Beckens wird die
Beleuchtung integriert - meistens mittels Leuchtröhren.
Es werden eine Vielzahl ansprechender Farbspektren angeboten. Achten Sie bei Pflanzenaquarien auf algenhemmende Röhren evtl. in Kombination mit einer die Farben der Fische betonenden Röhre.
Bei pflanzenlosen Becken ist die Beleuchtung von untergeordneter Bedeutung - entscheiden Sie nach Ihrem Geschmack und beleuchten Sie nicht zu stark (Algen!).
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Kann ich beruhigt in den Urlaub fahren ?
Natürlich können Sie das ! Sie machen vor Antritt der Reise noch einen Teilwasserwechsel, die Technik läuft zuverlässig weiter (Beleuchtung an Zeitschaltuhr !) und die Fütterung sollte entweder ein befreundeter Aquarianer (Schaut auch, ob alles in Ordnung ist und überfüttert  nicht) oder ein Futterautomat übernehmen. Fische können übrigens auch ohne weiteres 2 bis 3 Wochen lang hungern - in der Natur müssen sie noch längere Phasen ohne Futter überstehen.
Aber es geht ja auch um das "gute Gefühl" des Aquarianers - und da tun bessere Automaten zuverlässig ihren Dienst.
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Wie richte ich mein Becken ein ?
Jetzt kommt die Zeit der Entscheidungen ! Unsere Wasserqualität hat uns ja schon die grobe Richtung gewiesen. Ein Aquarium wirkt immer besser, wenn es wenigstens im Ansatz ein natürliches Biotop nachzuahmen versucht. Wir können einen Bachlauf am Amazonas, einen Fluss in Südostasien oder Stromschnellen in Afrika nachahmen. Alle diese Becken benötigen einen für Pflanzenwuchs geeigneten Untergrund aus einer Schicht mit Eisendünger vermischtem feinen Sandes, der von einer Schicht mittelfeinen Kieses bedeckt wird. Wir schaffen mit verschieden großen Kieselsteinen oder Schieferplatten interessante Blickfänge innerhalb des Beckens oder dekorieren mit Moorholz. Wir möchten hier ausdrücklich auf die wunderschönen Bücher von Scott oder Amano verweisen - lassen Sie sich einfach inspirieren !
Achtung: Gegenstände aus Kunstharz oder Ähnlichem, wie Schlösser, Burgen, Skelette etc. gehören nicht in ein Aquarium. Sie können gifte Stoffe enthalten, die alle Tiere in kurzer Zeit töten!
Nicht ganz billig, aber sehr effektvoll sind auch fertige
Aquarienrückwände aus Spezialkunststoff. Es ist schon verblüffend, wie naturgetreu diese im fertigen Becken wirken.
Wir füllen nun eine ca. 10 cm hohe Schicht Wasser ein und setzen vorsichtig die unseren
Wasserwerten entsprechenden Pflanzen in den Untergrund - höher wachsende nach hinten und kleinwüchsige Bodendecker nach vorne. Perfektionisten achten auch hier auf dem natürlichen Biotop entsprechende Arten. Setzen Sie am Anfang nicht zu viele Pflanzen ein - wenn alles stimmt, werden sich diese schnell vermehren. Lassen Sie sich nicht verrückt machen, wenn kleine Pflanzen immer wieder aus dem Boden reißen und dann aufschwimmen - fixieren Sie die noch zu kurzen Wurzeln mit kleinen Kieseln oder Pflanzendraht.
Anschließend füllen wir das Becken auf, schließen Filter und Heizer an und bestaunen unser "Werk".
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Wann kann ich die Fische einsetzen ?
So schön und sauber unser Aquarium in den ersten Tagen auch wirken mag - für Fische ist es noch völlig ungeeignet. In dieser Zeit vollziehen sich fast unsichtbar die wunderbaren Regulierungsvorgänge der Natur, die letztlich aus dem "sterilen" Nahrungsmittel Wasser ein lebendes Element machen sollen, in dem alle chemischen und biologischen Anteile im Gleichgewicht gehalten werden. Unseren Filter "impfen" wir mit einer im Handel erhältlichen Bakterienkultur oder geben etwas "eingefahrenen" Kies aus einem anderen Aquarium in die Filterkammer. Zu unserem großen Ärger sind es nach einiger Zeit ausgerechnet die Algen - jene geniale "Urpflanzenform", deren Sporen sich überall in der Luft aufhalten, die sich in unserem Becken am wohlsten fühlen. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern - dieser Vorgang ist völlig natürlich und zeigt, wie empfindlich das Gleichgewicht innerhalb des Aquariums noch ist. Experimentieren Sie etwas mit der Beleuchtungszeit und überprüfen Sie laufend den ph-Wert des Wassers. Nach einiger Zeit sollten die höheren Pflanzen durch gutes Wachstum in der Lage sein, den Algen die Nährstoffe "wegzunehmen". Gelingt ihnen dieses nicht, sollten wir uns über eine "Kohlensäuredüngung" mittels im Handel erhältlicher Systeme Gedanken machen. [nach oben]

Welche Fische und Pflanzen passen zusammen ?
Nach 2 bis 3 Wochen "Einlaufzeit" ist es endlich soweit, dass wir uns beim Händler nach den ersten "schwimmenden" Bewohnern unseres Aquariums umsehen können. Setzen Sie zunächst je nach Beckengröße 2 bis 6 Welse ins Becken - vorzugsweise Arten, die auch Algen verzehren und vom Anspruch an die Wasserwerte und -Temperatur passen. In letzter Zeit sehr beliebt sind auch sogenannte Süßwassergarnelen die helfen können, die Algen kurz zu halten und sehr "chic" ausschauen. Später würden diese jedoch von größeren Fischen vertrieben werden und sich nur noch versteckt aufhalten. Wir können uns jetzt auch einmal im Handel umsehen, welche anderen Fischarten uns noch interessieren könnten. Setzen Sie nicht zu viele verschiedene Arten ins Becken. Dadurch, dass sich die den Verhältnissen am besten angepasste am schnellsten vermehren würde, hätten wir letztendlich ohnehin ein "Artenbecken" mit einigen bemitleidenswerten alleinstehenden "Überbleibseln" der verdrängten Arten.
Suchen Sie sich lieber 2 bis 3 Arten aus, die Ihnen vom Aussehen und Verhalten am besten gefallen und die zur Einrichtung und Wasserqualität Ihres Beckens passen und kaufen Sie hiervon je 5 bis 7 Exemplare. Achten Sie - vor allem bei
Buntbarschen - auf das richtige Zahlenverhältnis der Geschlechter zueinander. [nach oben]

Welches Futter für welchen Fisch ?
Heute werden im Handel verschiedene Fertigfuttersorten von guter Qualität angeboten. Achten Sie darauf, dass pflanzenfressenden (Richtig müsste es heißen "aufwuchsfressenden") Arten Futter mit einem hohen pflanzlichen Anteil (Sperulina) angeboten wird. Füttern Sie nie zu viel auf einmal ! Das Futter sollte in 5 bis 7 Minuten restlos aufgenommen worden sein - etwaige Reste werden von den Welsen "erledigt". Jungfische müssen dagegen "im Futter stehen", um sich gut entwickeln zu können. Beachten Sie bitte, dass es bei der Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme zwischen den verschiedenen Arten große Unterschiede gibt. Im Großen und Ganzen sollte die Fütterung von Aquarientieren heute jedoch kein großes Problem mehr darstellen, da im Handel fast ausschließlich Nachzuchten angeboten werden, die an Fertigfutter gewöhnt sind. [nach oben]

Warum wachsen meine Pflanzen nicht ?
Schlechter Pflanzenwuchs deutet fast immer auf ungünstige Wasserwerte hin. Wenn die Pflanzen den Nahrungswettbewerb gegen die Algen auf Dauer immer wieder verlieren und auch anspruchslose Arten (z.B. Javafarne) nicht gedeihen wollen, sollte der ph-Wert vorsichtig gesenkt und mit Kohlensäure gedüngt werden. Halten Sie sich bei der CO2-Düngung unbedingt an die Vorgaben des Herstellers. Wenn die Fische schwer atmend im Wasser stehen, ist zuviel Kohlensäure gelöst und ein sofortiger Wasserwechsel angesagt !
Wenn alles nichts nützt, verzichten Sie einfach auf Pflanzen im Becken und gestalten Sie sich ein schönes Becken mit Steinaufbauten und geheimnisvollen Höhlen. Fische brauchen nicht unbedingt  Pflanzen zum Leben, da die Technik für ausreichend Sauerstoff im Wasser sorgt. Steht der prachtvolle "Wassergarten" bei Ihnen im Vordergrund, sollten Sie sich unbedingt mit den ausgereiften Systemen des Anbieters
DENNERLE auseinandersetzen. [nach oben]

Wie oft muss der Filter gesäubert werden ?
Im Aquarienfilter sollen neben einer mechanischen Säuberung des Wassers vor allem die giftigen Stoffwechselprodukte der Fische (Ammoniak > Nitrit) in ungiftige (> Nitrat) umgewandelt werden.
Dieses besorgen sich in porösem Material ansiedelnde Bakterienkulturen unter Mithilfe von Sauerstoff. Je stärker das Material "dichtgeht" und je langsamer das Wasser an ihm vorbeifließt, desto besser ist die biologische Filterwirkung. Irgendwann ist jedoch jeder Filter im wahrsten Sinne "dicht" und muss gesäubert werden. Spülen Sie hierzu die porösen Materialien nur leicht mit Aquarienwasser (!) ab und säubern oder erneuern Sie die mechanischen und chemischen Materialien (Watte, Aktivkohle, Torf). Achten Sie unbedingt darauf, dass das gesamte Filtermaterial nicht mit Haushaltsreinigern oder Seife in Verbindung kommt. Für das Aquarium sollten immer separate Eimer, Bürsten etc. benutzt werden. Rechnen Sie mit dieser Filterreinigung je nach Besatzdichte alle 1 bis 6 Monate.
[nach oben]

Wann muss das Wasser gewechselt werden ?
Irgendwann ist auch die Nitratkonzentration im Aquarienwasser so hoch, dass ein Teil des Wassers gegen frisches ausgetauscht werden muss, da die Tiere ansonsten krankheitsanfällig werden. Sie merken dieses daran, dass das Wasser leicht trüb wird und anfängt zu "riechen". Entgegen z.T. anderslautender Angaben in Fachbüchern plädieren wir für einen Teilwasserwechsel von 25 bis 60% je nach Besatzdichte alle 1 bis 3 Wochen. In Aquarien mit gutem Pflanzenwuchs kann seltener Wasser ausgetauscht werden. Am einfachsten ist der Wasserwechsel, wenn Sie wie folgt vorgehen: Nehmen Sie zuerst den Heizer vom Stromnetz ! Er zerbricht, wenn er im Trockenen heißgeworden wieder mit Wasser in Berührung kommt. Die Filter sollen weiterarbeiten und werden nur ausgestellt, wenn sie "trockenlaufen". Hängen Sie nun einen ausreichend langen Schlauch in eine Ecke des Beckens ca. 40 cm tief, saugen kurz und kräftig am anderen Ende und legen dieses dann mit fixiert in den Abfluss der Badewanne, Dusche etc. In die entgegengesetzte lange Ecke des Aquariums hängen Sie - am besten mit einem schweren Gegenstand fixiert - die Verlängerung eines am Wasserhahn befestigten Sanitärschlauches. Sobald der Wasserstand das Ende des absaugenden Schlauches fast erreicht hat, drehen Sie die Mischbatterie am Ende des anderen Schlauches leicht auf. Nach einigem Üben haben Sie heraus, wie die Mischbatterie eingestellt werden muss, damit 1. mehr Wasser ins Becken kommt, als hinausfließt und 2. Die Temperatur des Frischwassers in etwa der Temperatur des Aquarienwassers entspricht. So wird ein Teil des Beckenwassers langsam (!) und ohne große "Lauferei" gegen frisches ausgetauscht. Vergessen Sie am Schluss nicht, den Heizer wieder anzuschließen ! Die Fische scheinen übrigens im frischen Wasser oft regelrecht aufzublühen und werden mit dieser Methode oft zur Fortpflanzung angeregt. [nach oben]

Was tun, wenn die Fische krank werden ?
Auch für unsere Aquarienbewohner gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen ! Obwohl es inzwischen recht wirkungsvolle Medikamente für die häufigsten Fischkrankheiten gibt, sollten wir immer bedenken, dass diese auch oft das so wichtige Bakteriengleichgewicht in unserem Becken zerstören und wir dann fast wieder am Anfang stehen können.
Schauen Sie sich deshalb die Fische schon beim Händler ganz genau an: Wenn nur ein Fisch im Becken des Händlers einen eigenartigen Eindruck macht - Finger weg !
Sorgen Sie immer für optimale Lebensbedingungen Ihrer Fische. Wechseln Sie - gerade bei stark besetzten Becken häufig das Wasser ! Vermeiden Sie Stress für die Fische !
Sollten doch einmal ein oder mehrere Fische erkranken, versuchen Sie anhand der einschlägigen
Literatur den Erreger herauszufinden und fragen Sie Ihren Händler nach einem Mittel. Sollte die Krankheit nicht ermittelt werden können, oder der Händler kein Mittel kennen, müssen Sie einen Tierarzt zu Rate ziehen. Lassen sich die erkrankten Fische nicht in einem Extrabecken separieren muss das Mittel genau nach Gebrauchsanweisung im Aquarium eingesetzt werden. Sollte das Mittel Antibiotika oder Methyleinblau enthalten, sollten Sie den Biofilter abschalten und das Becken nur über eine Pumpe belüften. Nach Ablauf der vorgeschriebenen Behandlungsdauer filtern Sie mit einem separaten Filter über Aktivkohle bis das Mittel aus dem Becken verschwunden ist. Nach Abklingen der Symptome und Teilwasserwechsel kann der Biofilter wieder angeschlossen werden.

Lassen Sie sich aber von alledem nicht verunsichern - Fischkrankheiten sind bei Einhalten aller genannten Regeln recht selten. Es gilt eher nach wie vor der passende Vergleich: "Man fühlt sich wohl wie ein Fisch im Wasser !". [nach oben]

Wann vermehren sich meine Fische ?
Sobald Ihre Fische Nachwuchs bekommen, zeigen sie Ihnen, dass im Becken alles in Ordnung ist.
Hier gibt es zwischen den verschiedenen Arten natürlich große Unterschiede: Einige vermehren
sich auch in der Natur fast in "jeder Pfütze", andere nur unter ganz bestimmten Voraus-
setzungen. Bestimmend sind hier vor allem: Wasserchemie, zahlenmäßiges Verhältnis der
Geschlechter untereinander, Wassertemperatur, Nahrung und Wasserfrische.

Es ist für jeden Aquarianer schon ein aufregender Moment, wenn zum ersten Mal Gelege oder
Jungfische im Becken entdeckt werden. Am liebsten möchte man jeden kleinen Fisch aus dem
Aquarium "angeln" und im Schutz vor den "Großen" aufpäppeln. Lassen Sie jedoch lieber die
Natur entscheiden - auch in ihrer natürlichen Umgebung überlebt nur ein Bruchteil des
Nachwuchses.

Zunächst ernährt sich die Brut aus ihrem Dottersack, dann von winzigen Einzellern, die in jedem
gut "eingefahrenen" Becken in ausreichender Zahl vorkommen, schließlich geben wir etwas
Aufzuchtfutter mit ins Aquarium. Mit etwas Glück haben wir dann bald unsere "eigenen" Fische.
Und vielleicht geht es Ihnen dann bald wie jedem "echten" Aquarianer: Aus einem Becken werden
zwei, dann drei...
[nach oben]

aquastyle-aquarienkunde

In jüngerer Zeit hat sich eine interessante Richtung innerhalb der Aquaristik
etabliert, die den Betrieb eines Aquariums nicht nur als bereichernde Freizeit-
gestaltung begreift, sondern das Becken gezielt als aktiven Faktor des 
persönlichen Wohn- und Lebensumfeldes einsetzt.
Hier drängt sich die Verbindung von Aquaristik mit der alten chinesischen Lehre
des
Feng Shui geradezu auf.
Lesen Sie hierzu den interessanten Artikel des Salzburgers Bernhard Kracher,
der sich schon lange mit diesem Thema beschäftigt und über
Email gerne
Fragen beantwortet.

Was verbindet die Aquaristik mit Feng Shui PDF

Buchtipps und weiterführende Links:

Es gibt im Internet jede Menge interessante Seiten rund um die Aquaristik.
Hier sind die besten:

Oliver Knott, Aquariendesigner Oliver Knott entwirft und baut freiberuflich Naturaquarien nach Amano. Das 580 Liter Aquarium mit der Buddha-Skulptur halten wir für das schönste je gesehene Becken überhaupt. Durch die konsequente Betonung der Künstlichkeit in Verbindung mit der überragenden Ausführung hat es einen ästhetischen Reiz, der an große künstlerische Arbeiten erinnert. Schon die Fotos sind Balsam für die Seele.
Das Ozeanarium von Lissabon Erbaut zur Weltausstellung stellt sich hier Europas wohl modernstes
Aquarium vor.
Das SEA-LIFE Centre Das SEA-LIFE verbindet Information und Unterhaltung auf
vorbildliche Art. Eines der schönsten Aquarien Europas.
Aqualink Von hier aus finden Sie alle wichtigen Aquaristikseiten im Internet
D.A.T.Z. online Deutschlands führende Aquarienzeitschrift im Internet.
Naturaquarien Ratgeber Christian Langenbrink hat auf seinen tollen Seiten alles zusammengetragen,
was Sie über Naturaquarien wissen sollten.
Nature Aquarium Homepage So präsentiert man Naturaquarien in Singapur. Tolle Fotos !
D.R.T.A Newsgroup Hinter dem etwas "sperrigen" Titel verbirgt sich eine tolle Ratgeberseite, 
auf der man wohl alles beantwortet bekommen sollte, was woanders
keinen Platz hatte.
MARIN Das Forum für anspruchsvolle Aquaristik dient zum Erfahrungsaustausch
zwischen Aquarianern. Quasi ein "Verein" im Netz - aber ohne Kaffeeklatsch.
Aquagoods Die Deutsche Seite von "Meister" Takashi Amano mit Informationen, woher 
man original Amano Technik bekommt.
Virtuelles Aquarium Bauen Sie sich auf der TETRA-Seite ein virtuelles Aquarium nach Ihren Vor-
gaben.  -  Hätte auch uns einfallen können !  Aber wiederkommen !
Jens Suhrs Aquarienratgeber Neu im Web und trotzdem schon jetzt eine tolle Anlaufstelle für alle Einsteiger in die Welt der Aquaristik. Die ideale Ergänzung zu aquastyle.de.
First-Class Aquaristik Der Österreichische Händler verbindet moderne Naturaquaristik mit den Regeln des Fengh Shui. Hoch interessant !
Aqua - ästhetische Aquarien Wohl fast jeder Aquarianer wird sein Becken auch nach ästhetischen Gesichtspunkten einrichten.  Gibt es hier jedoch auch Regeln, die über das hinausgehen, was in der bekannten Ratgeberliteratur steht ? Silvian Jockel geht diesem Thema auf seinen Seiten auf eindrucksvolle Weise nach. 
Aqua Magica Online Magazin Auf den Seiten von Aqua Magica beschreibt der erfahrene Aquarianer Andreas Jäger in allen Einzelheiten seine Erfahrungen mit den Voraussetzungen für eine Aquaristik, die ohne übertriebene Technik und Hilfsmittel aus dem Handel einfach "funktioniert". Auch und gerade für Anfänger sehr empfehlenswert! 

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