
FRAGEN UND
ANTWORTEN ZUM ERFOLGREICHEN EINSTIEG
Mit freundlicher
Unterstützung vom:

Vorwort
Sie spielen mit dem Gedanken, sich ein Aquarium zuzulegen ? Herzlichen
Glückwunsch !
Die Aquaristik ist eines der schönsten und befriedeigensten Hobbys, denen man
sich widmen kann.
Ein perfekt
eingerichtetes Aquarium bereichert jede Wohnung um ein Stück beeindruckende
Natur,
es verbessert nicht nur das Raumklima und säubert die Luft, vor allem verleiht
es dem Zuhause eine angenehm geheimnisvolle Atmosphäre, die anders kaum zu
erschaffen ist.
Aquarien sind "in" - und deshalb möchten wir Ihnen auf dieser Seite alle Fragen beantworten, die sich dem "frischen" Aquarianer bei der Einrichtung des ersten Beckens stellen. Wenn Sie alle unsere Ratschläge beachten, sollten Ihnen die größten Enttäuschungen weitgehend erspart bleiben - die kleinen gehören jedoch durchaus zum Einstieg in das Hobby - von Ihnen bleibt fast niemand verschont und sie sollten deshalb auf keinen Fall zur vorzeitigen Aufgabe führen.
Sollte Ihre Frage hier nicht beantwortet werden, so stellen Sie sie uns bitte per Email - sollten wir sie beantworten können, wird sie hier aufgenommen. So soll hier im Laufe der Zeit das umfassenste Informationsarchiv für den Aquarianer entstehen. Machen Sie mit !
Alle unsere Fragen
beziehen sich übrigens ausschließlich auf Süßwasserbecken.
Salzwasseraquarien bedürfen weitergehender Auseinandersetzungen mit der
Wasserchemie, die den Rahmen dieser Seite vorerst noch sprengen würden. Wir
möchten versuchen, Ihre Fragen so verständlich und
"unwissenschaftlich" wie möglich zu beantworten um Sie nicht schon am
Beginn zu verschrecken und verweisen fortgeschrittene Leser ausdrücklich auf
weiterführende Literatur.
Durch "Anklicken" der grünen
Begriffe innerhalb des Textes gelangen Sie an näher erklärende Textstellen oder
auf die Seiten eines von uns favorisierten Anbieters des jeweiligen Produktes.
Sie können diese Seiten auch als PDF-Datei laden und anschließend ausdrucken - Sie halten dann irgendwann eines der umfangreichsten Bücher über die Grundlagen der Aquaristik in den Händen !
Macht
ein Aquarium viel Arbeit ?
Eindeutig Nein ! Wenn
Sie ein paar grundlegende Dinge beachten, sind Zierfische und Wasserpflanzen die
Hausgenossen, die den geringsten Pflegeaufwand erfordern - weniger als Hunde,
Katzen, Vögel und andere Warmblüter. Aber bitte seien Sie sich trotzdem
darüber bewusst, dass Sie auch für Fische und Pflanzen Verantwortung tragen.
Diese haben ein Recht darauf, in einer möglichst natürlichen, ihren Ansprüchen
gemäßen Umgebung zu leben und "leiden" unter schlechter oder
falscher Wasserqualität, Überbesatz oder falschem Futter.
Vergessen Sie das
bitte nie ! [nach
oben]
Was
muss ich bei der Planung beachten ?
Vor der
grundsätzlichen Planung Ihres Beckens sollten Sie sich über die Beschaffenheit
Ihres Leitungswassers informieren, denn nur wenn dessen Zusammensetzung für die
Art Ihres
Aquariums geeignet ist, haben Sie langfristig
Erfolg und brauchen das Wasser nicht umständlich nachträglich aufzubereiten.
Wir haben in Deutschland das große Glück, dass aus unseren Leitungen überall
(noch!) Wasser von
ausgezeichneter Qualität fließt - es gibt jedoch zwei Parameter, die für den
späteren Besatz von größter Wichtigkeit sind: Die Wasserhärte und der
ph-Wert.
Bitte erfragen Sie beide Werte bei Ihrem zuständigen Wasserwerk oder machen Sie
sich den Spaß und messen Sie sie mit im Handel erhältlichen Test-Kits selbst.
Und nun kommt's:
Beträgt der Härtegrad Ihres Leitungswassers zwischen ca. 3 und 6 und der
ph-Wert zwischen 6 und 7,5 ist des Wasser für die meisten Pflanzen und Fische
geeignet. In Wasser mit höheren Härtegraden und höheren ph-Werten (Man kann
laienhaft auch von "kalkhaltigem" Wasser sprechen) gedeihen die
meisten Pflanzen nur schlecht und es sollte auch für die meisten Fische aus dem
Südamerikanischen Raum künstlich "weicher" gemacht werden.
In diesen Fällen raten wir, auf Pflanzen zu verzichten und z.B. die
überaus interessanten und hübschen Buntbarsche
aus dem Ostafrikanischen Raum zu pflegen.
So ein "Barschbecken" hat seinen ganz besonderen Reiz - wer diese
lebhaften und robusten Gesellen einmal gepflegt hat, möchte nie mehr auf sie
verzichten. [nach
oben]
Wie
groß muss das Becken sein ?
Kurz und klar: So groß
wie möglich ! Da sich die Wasserwerte und in großen Becken viel
allmählicher ändern, sind diese Becken unproblematischer als kleine. Fangen
Sie nicht unter 100, besser 200-300 Litern an. Auch wenn Ihnen das jetzt am
Anfang "übertrieben" erscheint - Sie werden viel weniger Probleme
haben als mit kleinen, sensiblen Becken. Achten Sie darauf, dass das Aquarium
möglichst tief und nicht allzu hoch ist. In Anbetracht einer guten Sauerstoffanreicherung sollte das Verhältnis von Oberfläche zu Wasserstandshöhe
beachtet werden. [nach
oben]
Wie
teuer muss das Aquarium sein ?
Diese Frage ist nicht
leicht zu beantworten. Den Großteil des Preises eines handelsüblichen
Aquariums wird meist gar nicht durch das Becken selbst, sondern durch Unterschrank, Abdeckung mit Beleuchtung und das
weitere Zubehör verursacht. Glücklich kann deshalb der sein, der ein großes stabiles (!)
Möbelstück - etwa eine Anrichte - besitzt, auf die er das Becken stellen kann.
Sie können sich auch eine Stellfläche aus Betonsteinen oder Ziegeln bauen.
Achten Sie jedoch immer darauf, dass das Becken plan steht und zwischen Aquarium
und Stellfläche eine Schaumstoff- oder Styropormatte liegt. Denken Sie daran,
dass in dem Unterschrank evtl. Filter oder andere Utensilien untergebracht
werden und deshalb vorher Durchführungen für Kabel und Schläuche in die
Rückwand gebohrt
werden müssen.
Die Verklebungen des Becken sollten einen möglichst soliden Eindruck machen.
Schließen Sie jedoch trotzdem einen zusätzlichen Schutz gegen Wasseraustritt
innerhalb Ihrer Hausratversicherung ab - man fährt dann beruhigter in den Urlaub und
das Ganze kostet nur wenig mehr. [nach
oben]
Wo
darf das Becken stehen ?
Das Wichtigste zuerst:
Sie können sich einen ganz großen Gefallen tun, wenn Sie Ihr Aquarium
möglichst in die Nähe eines Wasser -Zu und -Ablaufes platzieren. Sie können
dann nämlich bei einem turnusmäßigen Teilwasserwechsel einfach Schläuche in
der nötigen Länge benutzen und müssen nicht Eimer durch die Wohnung tragen.
Das Becken sollte zu keiner Tageszeit von der Sonne beschienen werden - das
Thema "Algen" wird Sie noch oft genug beschäftigen ! Ansonsten sind
Ihrer Fantasie und Ihren raumgestalterischen Fähigkeiten kaum Grenzen gesetzt.
Sehr schön wirken z.B. Becken als Raumteiler und spezielle Eckaquarien ! [nach
oben]
Welche
Technik wird benötigt ?
Zunächst einmal ein
ausreichend dimensionierter Filter.
Es gibt sowohl gute Außen- und Innen- als auch Bodengrundfilter. Alle dienen übrigens
vornehmlich nicht der Reinigung des Wassers von Schmutz, sondern zur Entfernung
von Endprodukten des Stoffwechsels der Fische durch langsames Durchfließen des
Wassers durch poröse
Materialien, in denen sich nach einiger Zeit für die Reinigung nützliche Bakterien
angesiedelt haben. Klug ist, einen Innen- mit einem Außenfilter zu kombinieren.
So hat nach einer turnusmäßigen Reinigung ein Filter immer die volle Leistung.
Wichtig ist ein Heizer.
Es werden Stab- Bodengrund- und in das Filtersystem integrierte Heizsysteme
angeboten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Wir empfehlen einen guten,
auf die Literzahl genau abgestimmten Stabheizer.
In die Abdeckung des Beckens wird die Beleuchtung
integriert - meistens mittels Leuchtröhren.
Es werden eine Vielzahl ansprechender Farbspektren angeboten. Achten Sie bei
Pflanzenaquarien auf algenhemmende Röhren evtl. in Kombination mit einer die
Farben der Fische betonenden Röhre.
Bei pflanzenlosen Becken ist die Beleuchtung von untergeordneter Bedeutung -
entscheiden Sie nach Ihrem Geschmack und beleuchten Sie nicht zu stark (Algen!).
[nach
oben]
Kann
ich beruhigt in den Urlaub fahren ?
Natürlich können Sie
das ! Sie machen vor Antritt der Reise noch einen Teilwasserwechsel, die Technik
läuft zuverlässig weiter (Beleuchtung an Zeitschaltuhr !) und die Fütterung
sollte entweder ein befreundeter Aquarianer (Schaut auch, ob alles in Ordnung
ist und überfüttert nicht) oder ein Futterautomat übernehmen. Fische
können übrigens auch ohne weiteres 2 bis 3 Wochen lang hungern - in der Natur
müssen sie noch längere Phasen ohne Futter überstehen.
Aber es geht ja auch um das "gute Gefühl" des Aquarianers - und da
tun bessere Automaten zuverlässig ihren Dienst. [nach
oben]
Wie
richte ich mein Becken ein ?
Jetzt kommt die Zeit
der Entscheidungen ! Unsere Wasserqualität
hat uns ja schon die grobe Richtung gewiesen. Ein Aquarium wirkt immer besser,
wenn es wenigstens im Ansatz ein natürliches Biotop nachzuahmen versucht. Wir
können einen Bachlauf am Amazonas, einen Fluss in Südostasien oder
Stromschnellen in Afrika nachahmen. Alle diese Becken benötigen einen für
Pflanzenwuchs geeigneten Untergrund aus einer Schicht mit Eisendünger
vermischtem feinen Sandes, der von einer Schicht mittelfeinen Kieses bedeckt
wird. Wir schaffen mit verschieden großen Kieselsteinen oder Schieferplatten
interessante Blickfänge innerhalb des Beckens oder dekorieren mit Moorholz. Wir
möchten hier ausdrücklich auf die wunderschönen Bücher
von Scott oder Amano verweisen - lassen Sie sich einfach inspirieren !
Achtung: Gegenstände aus
Kunstharz oder Ähnlichem, wie Schlösser, Burgen, Skelette etc. gehören nicht
in ein Aquarium. Sie können gifte Stoffe enthalten, die alle Tiere in kurzer
Zeit töten!
Nicht ganz billig, aber sehr effektvoll sind auch fertige Aquarienrückwände
aus Spezialkunststoff. Es ist schon verblüffend, wie naturgetreu diese im fertigen Becken
wirken.
Wir füllen nun eine ca. 10 cm hohe Schicht Wasser ein und setzen vorsichtig die
unseren Wasserwerten
entsprechenden Pflanzen in den Untergrund - höher wachsende nach hinten und
kleinwüchsige Bodendecker nach vorne. Perfektionisten achten auch hier auf dem natürlichen
Biotop entsprechende Arten. Setzen Sie am Anfang nicht zu viele Pflanzen ein -
wenn alles stimmt, werden sich diese schnell vermehren. Lassen Sie sich nicht
verrückt machen, wenn kleine Pflanzen immer wieder aus dem Boden reißen und
dann aufschwimmen - fixieren Sie die noch zu kurzen Wurzeln mit kleinen Kieseln
oder Pflanzendraht.
Anschließend füllen wir das Becken auf, schließen Filter und Heizer an und
bestaunen unser "Werk".
[nach
oben]
Wann
kann ich die Fische einsetzen ?
So schön und sauber
unser Aquarium in den ersten Tagen auch wirken mag - für Fische ist es noch
völlig ungeeignet. In dieser Zeit vollziehen sich fast unsichtbar die
wunderbaren Regulierungsvorgänge der Natur, die letztlich aus dem
"sterilen" Nahrungsmittel Wasser ein lebendes Element machen sollen,
in dem alle chemischen und biologischen Anteile im Gleichgewicht gehalten
werden. Unseren Filter "impfen" wir mit einer im Handel erhältlichen Bakterienkultur
oder geben etwas "eingefahrenen" Kies aus einem anderen Aquarium in
die Filterkammer. Zu unserem großen Ärger sind es nach einiger Zeit
ausgerechnet die Algen - jene geniale "Urpflanzenform", deren Sporen
sich überall in der Luft aufhalten, die sich in unserem Becken am wohlsten
fühlen. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern - dieser Vorgang ist völlig
natürlich und zeigt, wie empfindlich das Gleichgewicht innerhalb des Aquariums
noch ist. Experimentieren Sie etwas mit der Beleuchtungszeit und überprüfen
Sie laufend den ph-Wert des Wassers. Nach einiger Zeit sollten die höheren
Pflanzen durch gutes Wachstum in der Lage sein, den Algen die
Nährstoffe "wegzunehmen". Gelingt ihnen dieses nicht, sollten wir uns über eine "Kohlensäuredüngung"
mittels im Handel erhältlicher Systeme Gedanken machen. [nach
oben]
Welche
Fische und Pflanzen passen zusammen ?
Nach 2 bis 3 Wochen
"Einlaufzeit" ist es endlich soweit, dass wir uns beim Händler nach
den ersten "schwimmenden" Bewohnern unseres Aquariums umsehen können.
Setzen Sie zunächst je nach Beckengröße 2 bis 6 Welse ins Becken -
vorzugsweise Arten, die auch Algen verzehren und vom Anspruch an die Wasserwerte
und -Temperatur passen. In letzter Zeit sehr beliebt sind auch sogenannte Süßwassergarnelen
die helfen können, die
Algen kurz zu halten und sehr "chic" ausschauen. Später würden diese
jedoch von größeren Fischen vertrieben werden und sich nur noch versteckt
aufhalten. Wir können uns jetzt auch einmal im Handel umsehen, welche anderen Fischarten uns
noch interessieren könnten. Setzen Sie nicht zu viele verschiedene
Arten ins Becken. Dadurch, dass sich die den Verhältnissen am besten angepasste
am schnellsten vermehren würde, hätten wir letztendlich ohnehin ein
"Artenbecken" mit einigen bemitleidenswerten alleinstehenden
"Überbleibseln" der verdrängten Arten.
Suchen Sie sich lieber 2 bis 3 Arten aus, die Ihnen vom Aussehen und Verhalten
am besten gefallen und die zur Einrichtung und Wasserqualität Ihres Beckens
passen und kaufen Sie hiervon je 5 bis 7 Exemplare. Achten Sie - vor allem bei Buntbarschen
- auf das richtige Zahlenverhältnis der Geschlechter zueinander. [nach
oben]
Welches
Futter für welchen Fisch ?
Heute werden im Handel
verschiedene Fertigfuttersorten
von guter Qualität angeboten. Achten Sie darauf, dass pflanzenfressenden
(Richtig müsste es heißen "aufwuchsfressenden") Arten Futter mit
einem hohen pflanzlichen Anteil (Sperulina) angeboten wird. Füttern Sie nie zu
viel auf einmal ! Das Futter sollte in 5 bis 7 Minuten restlos aufgenommen
worden sein - etwaige Reste werden von den Welsen "erledigt".
Jungfische müssen dagegen "im Futter stehen", um sich gut entwickeln
zu können. Beachten Sie
bitte, dass es bei der Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme zwischen den
verschiedenen Arten große Unterschiede gibt. Im Großen und Ganzen sollte die
Fütterung von Aquarientieren heute jedoch kein großes Problem mehr darstellen,
da im Handel fast ausschließlich Nachzuchten angeboten werden, die an
Fertigfutter gewöhnt sind. [nach
oben]
Warum
wachsen meine Pflanzen nicht ?
Schlechter
Pflanzenwuchs deutet fast immer auf ungünstige Wasserwerte hin. Wenn die
Pflanzen den Nahrungswettbewerb gegen die Algen auf Dauer immer wieder verlieren
und auch anspruchslose Arten (z.B. Javafarne) nicht gedeihen wollen, sollte der
ph-Wert vorsichtig gesenkt und mit Kohlensäure gedüngt werden. Halten Sie sich
bei der CO2-Düngung unbedingt an die Vorgaben des Herstellers. Wenn die Fische schwer
atmend im Wasser stehen, ist zuviel Kohlensäure gelöst und ein sofortiger
Wasserwechsel angesagt !
Wenn alles nichts nützt, verzichten Sie einfach auf Pflanzen im Becken und
gestalten Sie sich ein schönes Becken mit Steinaufbauten und geheimnisvollen
Höhlen. Fische brauchen nicht unbedingt Pflanzen zum Leben, da die Technik für
ausreichend Sauerstoff im Wasser sorgt. Steht der prachtvolle
"Wassergarten" bei Ihnen im Vordergrund, sollten Sie sich unbedingt
mit den ausgereiften Systemen des Anbieters DENNERLE
auseinandersetzen. [nach
oben]
Wie
oft muss der Filter gesäubert werden ?
Im Aquarienfilter
sollen neben einer mechanischen Säuberung des Wassers vor allem die giftigen
Stoffwechselprodukte der Fische (Ammoniak > Nitrit) in ungiftige (>
Nitrat) umgewandelt werden.
Dieses besorgen sich in porösem Material ansiedelnde Bakterienkulturen unter
Mithilfe von Sauerstoff. Je stärker das Material "dichtgeht" und je
langsamer das Wasser an ihm vorbeifließt, desto besser ist die biologische
Filterwirkung. Irgendwann ist jedoch jeder Filter im wahrsten Sinne
"dicht" und muss gesäubert werden. Spülen Sie hierzu die porösen
Materialien nur leicht mit Aquarienwasser (!) ab und säubern oder erneuern Sie
die mechanischen und chemischen Materialien (Watte, Aktivkohle, Torf). Achten
Sie unbedingt darauf, dass das gesamte Filtermaterial nicht mit
Haushaltsreinigern oder Seife in Verbindung kommt. Für das Aquarium sollten
immer separate Eimer, Bürsten etc. benutzt werden. Rechnen Sie mit dieser
Filterreinigung je nach Besatzdichte alle 1 bis 6 Monate. [nach
oben]
Wann
muss das Wasser gewechselt werden ?
Irgendwann ist auch die
Nitratkonzentration im Aquarienwasser so hoch, dass ein Teil des Wassers gegen
frisches ausgetauscht werden muss, da die Tiere ansonsten krankheitsanfällig
werden. Sie merken dieses daran, dass das Wasser leicht trüb wird und anfängt
zu "riechen". Entgegen z.T. anderslautender Angaben in Fachbüchern
plädieren wir für einen Teilwasserwechsel von 25 bis 60% je nach Besatzdichte
alle 1 bis 3 Wochen. In Aquarien mit gutem Pflanzenwuchs kann seltener Wasser
ausgetauscht werden. Am einfachsten ist der Wasserwechsel, wenn Sie wie folgt
vorgehen: Nehmen Sie zuerst den Heizer vom Stromnetz ! Er zerbricht,
wenn er im Trockenen heißgeworden wieder mit Wasser in Berührung kommt. Die Filter
sollen weiterarbeiten und werden nur ausgestellt, wenn sie "trockenlaufen".
Hängen Sie nun einen ausreichend langen Schlauch in eine Ecke des Beckens ca.
40 cm tief, saugen kurz und kräftig am anderen Ende und legen dieses dann mit fixiert in den Abfluss der Badewanne, Dusche etc. In die
entgegengesetzte lange Ecke des Aquariums hängen Sie - am besten mit einem
schweren Gegenstand fixiert - die Verlängerung eines am Wasserhahn befestigten
Sanitärschlauches. Sobald
der Wasserstand das Ende des absaugenden Schlauches fast erreicht hat, drehen Sie
die Mischbatterie am Ende des anderen Schlauches leicht auf. Nach einigem Üben
haben Sie heraus, wie die Mischbatterie eingestellt werden muss, damit 1. mehr
Wasser ins Becken kommt, als hinausfließt und 2. Die Temperatur des
Frischwassers in etwa der Temperatur des Aquarienwassers entspricht. So wird ein
Teil des Beckenwassers langsam (!) und ohne große "Lauferei" gegen
frisches ausgetauscht. Vergessen Sie am Schluss nicht, den Heizer wieder
anzuschließen ! Die Fische scheinen übrigens im frischen Wasser oft
regelrecht aufzublühen und werden mit dieser Methode oft zur Fortpflanzung
angeregt. [nach
oben]
Was
tun, wenn die Fische krank werden ?
Auch für unsere
Aquarienbewohner gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen ! Obwohl es inzwischen
recht wirkungsvolle Medikamente für die häufigsten Fischkrankheiten gibt,
sollten wir immer bedenken, dass diese auch oft das so wichtige
Bakteriengleichgewicht in unserem Becken zerstören und wir dann fast wieder am
Anfang stehen können.
Schauen Sie sich deshalb die Fische schon beim Händler ganz genau an: Wenn nur
ein Fisch im Becken des Händlers einen eigenartigen Eindruck macht - Finger weg
!
Sorgen Sie immer für optimale Lebensbedingungen Ihrer Fische. Wechseln Sie -
gerade bei stark besetzten Becken häufig das Wasser ! Vermeiden Sie Stress für
die Fische !
Sollten doch einmal ein oder mehrere Fische erkranken, versuchen Sie anhand der
einschlägigen Literatur
den Erreger herauszufinden und fragen Sie Ihren Händler nach einem Mittel.
Sollte die Krankheit nicht ermittelt werden können, oder der Händler kein
Mittel kennen, müssen Sie einen Tierarzt zu Rate ziehen. Lassen sich die
erkrankten Fische nicht in einem Extrabecken separieren muss das Mittel genau
nach Gebrauchsanweisung im Aquarium eingesetzt werden. Sollte das Mittel Antibiotika
oder Methyleinblau enthalten, sollten Sie den Biofilter abschalten und das
Becken nur über eine Pumpe belüften. Nach Ablauf der vorgeschriebenen
Behandlungsdauer filtern Sie mit einem separaten Filter über Aktivkohle bis das
Mittel aus dem Becken verschwunden ist. Nach Abklingen der Symptome und
Teilwasserwechsel kann der Biofilter wieder angeschlossen werden.
Lassen Sie sich aber von alledem nicht verunsichern - Fischkrankheiten sind bei Einhalten aller genannten Regeln recht selten. Es gilt eher nach wie vor der passende Vergleich: "Man fühlt sich wohl wie ein Fisch im Wasser !". [nach oben]
Wann
vermehren sich meine Fische ?
Sobald Ihre Fische
Nachwuchs bekommen, zeigen sie Ihnen, dass im Becken alles in Ordnung ist.
Hier gibt es zwischen den verschiedenen Arten natürlich große Unterschiede:
Einige vermehren
sich auch in der Natur fast in "jeder Pfütze", andere nur unter ganz
bestimmten Voraus-
setzungen. Bestimmend sind hier vor allem: Wasserchemie, zahlenmäßiges
Verhältnis der
Geschlechter untereinander, Wassertemperatur, Nahrung und Wasserfrische.
Es ist für jeden
Aquarianer schon ein aufregender Moment, wenn zum ersten Mal Gelege oder
Jungfische im Becken entdeckt werden. Am liebsten möchte man jeden kleinen
Fisch aus dem
Aquarium "angeln" und im Schutz vor den "Großen" aufpäppeln.
Lassen Sie jedoch lieber die
Natur entscheiden - auch in ihrer natürlichen Umgebung überlebt nur ein
Bruchteil des
Nachwuchses.
Zunächst ernährt
sich die Brut aus ihrem Dottersack, dann von winzigen Einzellern, die in jedem
gut "eingefahrenen" Becken in ausreichender Zahl vorkommen,
schließlich geben wir etwas
Aufzuchtfutter
mit ins Aquarium. Mit etwas Glück haben wir dann bald unsere
"eigenen" Fische.
Und vielleicht geht es Ihnen dann bald wie jedem "echten" Aquarianer:
Aus einem Becken werden
zwei, dann drei... [nach
oben]
|
Buchtipps und weiterführende Links:
Es gibt im
Internet jede Menge interessante Seiten rund um die Aquaristik.
Hier sind die besten:
| Oliver Knott, Aquariendesigner | Oliver Knott entwirft und baut freiberuflich Naturaquarien nach Amano. Das 580 Liter Aquarium mit der Buddha-Skulptur halten wir für das schönste je gesehene Becken überhaupt. Durch die konsequente Betonung der Künstlichkeit in Verbindung mit der überragenden Ausführung hat es einen ästhetischen Reiz, der an große künstlerische Arbeiten erinnert. Schon die Fotos sind Balsam für die Seele. |
| Das Ozeanarium von Lissabon | Erbaut zur
Weltausstellung stellt sich hier Europas wohl modernstes Aquarium vor. |
| Das SEA-LIFE Centre | Das SEA-LIFE
verbindet Information und Unterhaltung auf vorbildliche Art. Eines der schönsten Aquarien Europas. |
| Aqualink | Von hier aus finden Sie alle wichtigen Aquaristikseiten im Internet |
| D.A.T.Z. online | Deutschlands führende Aquarienzeitschrift im Internet. |
| Naturaquarien Ratgeber | Christian Langenbrink hat
auf seinen tollen Seiten alles zusammengetragen, was Sie über Naturaquarien wissen sollten. |
| Nature Aquarium Homepage | So präsentiert man Naturaquarien in Singapur. Tolle Fotos ! |
| D.R.T.A Newsgroup | Hinter dem etwas
"sperrigen" Titel verbirgt sich eine tolle
Ratgeberseite, auf der man wohl alles beantwortet bekommen sollte, was woanders keinen Platz hatte. |
| MARIN | Das Forum für
anspruchsvolle Aquaristik dient zum Erfahrungsaustausch zwischen Aquarianern. Quasi ein "Verein" im Netz - aber ohne Kaffeeklatsch. |
| Aquagoods | Die Deutsche Seite von
"Meister" Takashi Amano mit Informationen, woher man original Amano Technik bekommt. |
| Virtuelles Aquarium | Bauen Sie sich auf der
TETRA-Seite ein virtuelles Aquarium nach Ihren Vor- gaben. - Hätte auch uns einfallen können ! Aber wiederkommen ! |
| Jens Suhrs Aquarienratgeber | Neu im Web und trotzdem schon jetzt eine tolle Anlaufstelle für alle Einsteiger in die Welt der Aquaristik. Die ideale Ergänzung zu aquastyle.de. |
| First-Class Aquaristik | Der Österreichische Händler verbindet moderne Naturaquaristik mit den Regeln des Fengh Shui. Hoch interessant ! |
| Aqua - ästhetische Aquarien | Wohl fast jeder Aquarianer wird sein Becken auch nach ästhetischen Gesichtspunkten einrichten. Gibt es hier jedoch auch Regeln, die über das hinausgehen, was in der bekannten Ratgeberliteratur steht ? Silvian Jockel geht diesem Thema auf seinen Seiten auf eindrucksvolle Weise nach. |
| Aqua Magica Online Magazin | Auf den Seiten von Aqua Magica beschreibt der erfahrene Aquarianer Andreas Jäger in allen Einzelheiten seine Erfahrungen mit den Voraussetzungen für eine Aquaristik, die ohne übertriebene Technik und Hilfsmittel aus dem Handel einfach "funktioniert". Auch und gerade für Anfänger sehr empfehlenswert! |
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